Jörg Grimm ← zur Startseite

Lohnt sich der nächste Mitarbeiter?

Eine Kennzahl, eine Faustregel, ein Ergebnis in unter einer Minute.

Faustzahl auf Basis öffentlicher Branchen-Durchschnitte, kein Ersatz für individuelle BWA-Auswertung, Steuer- oder Rechtsberatung. Vor Vertragsunterschrift gehört ein eigener Liquiditätsplan auf den Tisch.

1.Was kostet der Mitarbeiter?

Bruttogehalt, wie es im Arbeitsvertrag steht, ohne Lohnnebenkosten.
1,3 deckt nur Sozialversicherungs-Anteile (Statistisches Bundesamt: ~23 %). 1,7 ist realistischer, wenn Arbeitsplatz, IT, Verwaltung anteilig dazukommen.

2.In welcher Branche?

%
Aus deiner BWA: (Umsatz − Wareneinsatz − variable Kosten) ÷ Umsatz.
Empfohlener Mehr-Umsatz pro Jahr
200.000 €
So viel zusätzlichen Umsatz muss dein neuer Mitarbeiter einspielen, damit sich die Einstellung in Industrie / Maschinenbau rechnet, inklusive 30 % Profit-Beitrag fürs Wachstum.
16.667 €
PRO MONAT
909 €
PRO ARBEITSTAG
4,2 ×
FACHES BRUTTOGEHALT
Mindest-Schwelle (Break-Even)
156.000 €
Vollkosten/Jahr
62.400 €
Unter der Break-Even-Schwelle verlierst du Geld mit jedem Monat. Über dem empfohlenen Wert wächst dein Unternehmen mit der Einstellung. Der Mitarbeiter trägt nicht nur sich selbst, sondern auch Wachstumsreserve.

3.Bauchgefühl-Check

Zahlen sind die eine Hälfte. Die andere ist der Mensch.

Passt der Mensch ins Team?
Passt die Persönlichkeit zur Rolle, nicht nur der Lebenslauf?
Würdest du auch einstellen, wenn die Zahlen knapp wären?

Zahlen + Bauchgefühl stimmen.

Einstellen. Aber halte die Zielzahl im ersten Jahr im Blick: schwarz auf weiß, monatlich. Was nicht gemessen wird, wird nicht gesteuert.

4.Häufige Fragen

Vollkosten/Jahr = Brutto/Monat × 12 × Vollkosten-Faktor (1,3 oder 1,7)

Mindest-Mehr-Umsatz = Vollkosten ÷ DB-Marge der Branche

Empfohlener Mehr-Umsatz = Mindest-Mehr-Umsatz × 1,3 (30 % Profit-Aufschlag)

Quellen: Statistisches Bundesamt (Lohnnebenkosten ~23 % AG-Anteile), perwiss.de (Personalkosten-Faktor 1,7, Faustregel 2–3× Gesamtkosten), Lünendonk-Liste / meetadam.io (Branchen-Benchmarks Umsatz pro Mitarbeiter).

Dann gilt der Wert als Beitrag zur Wertschöpfungs-Fähigkeit der umsatztragenden Mitarbeiter. Beispiel: Eine Buchhalterin ermöglicht, dass der Vertrieb verkaufen kann. Rechne ihren Anteil als „Umsatz-Ermöglichung" mit ein, verteilt auf die Sales-MA. Faustregel: Backoffice-Quote ≤ 25 % der Gesamtbelegschaft, sonst frisst die Verwaltung das Wachstum auf.
Wenn der Mitarbeiter exakt am Break-Even arbeitet, hat das Unternehmen wirtschaftlich nichts vom Mehr-Personal, nur mehr Komplexität. Der 30 %-Aufschlag ist die Wachstums- und Risiko-Reserve: Kundenausfall, Krankheit, Anlaufphase. Ohne Reserve wird jede Schwankung sofort zum Verlust.
Faustwerte. Echte Marge berechnest du aus deiner letzten BWA: (Umsatz − Wareneinsatz − variable Kosten) ÷ Umsatz. Im Tool kannst du oben „Eigene Marge" wählen und deinen Wert einsetzen. Das ist immer präziser als die Branchen-Defaults.
In den ersten 3–6 Monaten erreicht ein neuer Mitarbeiter die volle Produktivität meist nicht. Plane mit ~50 % Leistungsgrad in Monat 1, 75 % in Monat 2–3, 100 % ab Monat 4. Heißt: Im ersten Jahr darf der Mitarbeiter ~80–85 % der Zielzahl machen. Ab Jahr 2 muss er 100 % liefern.

Hinweis zur Nutzung. Dieser Rechner liefert eine kaufmännische Faustzahl auf Basis öffentlich verfügbarer Branchen-Durchschnitte. Er ersetzt weder eine individuelle betriebswirtschaftliche Auswertung noch eine Steuer-, Rechts- oder Personalberatung. Branchen-Defaults sind grobe Richtwerte. Deine echte Deckungsbeitrags-Marge liegt fast immer ein paar Prozentpunkte daneben. Vor Vertragsunterschrift gehört ein eigener Liquiditätsplan auf den Tisch.

Datenstand: Stand der Branchen-Default-Margen und Quellen: Q1 2026. Lohnnebenkosten-Faktoren basieren auf Statistisches Bundesamt 2024/25. Methodik vereinfacht (lineare Vollkosten-Faktoren 1,3 / 1,7). Für eine vollständige Total-Cost-of-Employment-Rechnung sind individuelle Faktoren nötig.

5.Wie weiter

Drei Wege.

01

Weitere Werkzeuge

Branchen-Benchmark, GF-Gehalts-Rechner: gleiche Methode, andere Frage.

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02

Auf die Warteliste

GF-Notfallsicherung. Start Q3 2026. Bei Launch sofort informiert werden.

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03

Eigene Zahlen einsetzen

Eigene DB-Marge aus der letzten BWA einsetzen. Präziser als jede Branchen-Default.

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